Projekt „Grenzüberschreitungen“ in Berlin

 

„Grenzüberschreitungen“

ein inklusives multimediales künstlerisches Projekt von und für Menschen mit und ohne Behinderung

 

Plakat Bethanien

Grenzüberschreitungen sind häufig Ursache von unausgesprochenen, schweren seelischen Verletzungen. Besonders Menschen mit Behinderungen erleben Grenzüberschreitungen oft ohne sich darüber mitteilen zu können.

Die Gruppe Nebelhorn aus NRW wird sich 18 Monate lang mit dem Begriff „Grenzüberschreitungen“  auseinandersetzen. Die Resultate des Projektes werden sowohl in Berlin als auch in NRW präsentiert.

Diesmal lud Nebelhorn Interessenten aller Altersgruppen mit und ohne Behinderung aus der Stadt Berlin ein, sich in offenen Ateliers künstlerisch mit diesem Thema zu beschäftigen.

Im Projektraum des Kunstquartiers Bethanien in Kreuzberg hatten die Besucher Gelegenheit, anhand von Zeichnungen, Bildern, Collagen, Rauminstallationen, Texten, theatralischen Darstellungen, Tonaufnahmen, Fotografie und Film ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen zu der Problematik der Grenzüberschreitungen zu äußern.

Mit diesem Projekt möchten wir gemeinsam das Bewusstsein für die Problematik von „Grenzüberschreitungen“ wecken. Unser Wunsch ist es, nach Lösungen und Anregungen zu suchen.

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Die Offenen Ateliers fanden in der Zeit vom

13. – 22. August 2019  /  täglich von 13 – 21 Uhr statt

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Zum Gedenken an Christel Bischoff

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Liebe Freunde,

Christel Bischoff, langjähriges Mitglied der Gruppe Nebelhorn, ist am              1. November 2018 verstorben. Christel war seit der Gründung der Gruppe Nebelhorn im Sommer 1995 das Herz der Gemeinschaft, mit großzügigem Engagement sorgte sie für das Zusammenhalten aller Gruppenmitglieder.

Mit ihren Bildern nahm sie Stellung zu den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen unserer Gesellschaft.

Themen, die ihr Dasein als Mensch mit Behinderung reflektierten sowie die Bedrohungen der Schwächeren hatten für sie große Bedeutung.

Ihr künstlerisches Werk umfasst Hunderte von großformatigen Arbeiten in unterschiedlichen Techniken.

Christel wird für uns immer ein Vorbild bleiben.

 

 

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`Ich, die Christel´

 

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`Die Wiedergeburt des Teufels´

 

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`Die Frau sieht den Tod vor sich´

 

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`Die Frau im Teufelskreis´

 

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`Die Kristallnacht´,  aus dem Zyklus Euthanasie im Dritten Reich

 

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`Die Todesspritze´, aus dem Zyklus Euthanasie im Dritten Reich

 

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`Die drei Brüder, die den Holocaust nicht überlebt haben´,  aus dem Zyklus Euthanasie im Dritten Reich

 

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`Der Jude und der Ausländer´,  aus dem Zyklus Euthanasie im Dritten Reich

 

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`Der Krieg´

 

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`Perseus´, aus dem Zyklus Mythologie

 

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`Der Blaumann´

 

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Christel Bischoff / Anne Frädrich, `Köpfe´

Workshop „Was ist ein gutes Leben?“ Mülheim an der Ruhr

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Was ist ein gutes Leben?

Workshops  Kunstausstellung  Veranstaltungen

29.9. – 27.10.2018

Schloßstraße 17, Mülheim an der Ruhr

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Workshop mit der Gruppe Nebelhorn

Die Gruppe Nebelhorn hat am Samstag den 6. und Sonntag den 7. Oktober von 12:00 -20:00 Uhr die Teilnehmer am Workshop dazu bewegt, ein Schlafzimmer, in dem sich zwei Figuren aufhilten, immer wieder neu zu gestalten.

Die am Projekt Mitwirkenden wurden dazu angeregt mittels unterschiedlicher Materialien die Figuren und den Raum in immer neue Beziehungen zu setzen. So entstand eine abgeschlossene aber vergängliche Rauminstallation.

Dieser Entstehungsprozess wurde filmisch und fotografisch dokumentiert, bevor der Raum in den ursprünglichen Zustand versetzt wurde. Damit konnte der Gestaltungsprozess neu beginnen.

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www.art-obscura.de

www.facebook.com/artobscuraruhr/

Projekt „Flucht“

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Filme aus dem Projekt „Flucht“

„Das Affentheater“

„Weihnachten“

„Meine Freiheit“

„Ich habe euch so lieb“

„Was ist ein gutes Leben?“

 

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Ein Projekt der Gruppe Nebelhorn

von Raúl Avellaneda

 

Seit 1995 ist das Atelier der Gruppe Nebelhorn ein Zufluchtsort. Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen und außergewöhnlichen Lebenserfahrungen – selbst oft Opfer von Ausgrenzung und Diskriminierung – treffen sich dort, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten.

Die Abgeschiedenheit der Werkstatt ist dabei kein Hindernis, den Weg dorthin zu finden. Fast täglich kommen Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung zusammen, um in gegenseitigem Austausch und in vertrauter Atmosphäre durch schöpferische Prozesse Bilder zu schaffen, die für ihr Anderssein von großer und existenzieller Bedeutung sind.

Verborgene Problematiken, Ängste und Konflikte finden so den notwendigen Raum, um in der Gemeinschaft freier künstlerischer Ausdruck zu werden.

Kreativität in all ihren Facetten bietet uns Menschen die Chance, Wege aus unseren jeweiligen Schwierigkeiten zu entwickeln. Wir haben von Kind an gelernt sehr erfinderisch zu sein, um vor all den Problemen zu entfliehen, die wir als belastend empfinden: traumatische Erfahrungen, Angst, Einsamkeit, Hunger, Gewalt, Not, Krieg, Verfolgung. Wir flüchten vor den Gefahren, durch die wir unsere innere und äußere Existenz bedroht sehen. Nicht gelungene Fluchtversuche sind oft Ursachen von schweren körperlichen und psychischen Leiden, Auslöser von Süchten und sie führen nicht selten zum Tod.

Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, das Thema Flucht mit den Teilnehmern der Gruppe Nebelhorn als künstlerisches Projekt zu entwickeln, musste ich an die aktuellen globalen Entwicklungen und an Bilder von unlösbaren Lebenssituationen denken und stellte mir verschiedene Fragen:

Was bewegt einen Menschen zur Flucht?

Über welche Vorstellungen von Flucht sprechen wir überhaupt?

Welche Bedeutung hat das Thema „Flucht“ für die einzelnen Mitglieder der Gruppe Nebelhorn?

Ich stellte mir vor: Wir befinden uns an einem wunderschönen Ort. Diesen Ort haben wir uns ausgesucht, um glücklich zu sein. Hier erleben wir Freiheit und Frieden. Ein paradiesischer Platz also, an dem wir so sein können wie wir möchten.

Stellen wir uns nun vor, dass um uns ein grauer Käfig entsteht, in dem wir eingesperrt sind und mit unseren Wünschen und Erinnerungen allein gelassen werden.

Als ich mitten im Atelier einen Käfig aufbaute, um eine sinnliche Anregung als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit der Problematik des Flüchtens zu schaffen, erwartete ich nicht, dass mehrere Teilnehmer diesen Käfig als Ort ihrer inszenierten Flucht nutzen würden. Der Rückzug aus der „großen bösen Welt“ in den kleinen überschaubaren und geschützten Raum wurde zum Spielort. Selbst die Chance auf eine Befreiung wurde bewusst abgelehnt oder deren Sinn in Frage gestellt.

Flucht verlor hier seine ursprüngliche Bedeutung und kehrte sich zu einer Flucht ins Innere.

Bei der Verwirklichung des Projektes wurde mir deutlich, dass es sich hier um sehr individuelle Ansichten von Flucht handelte, persönliche Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven: Flucht ins eigene Ich als eine Art innere Emigration, Flucht in die Sucht als Betäubung bei gescheiterter Identitätsfindung, Flucht in Traumwelten als Verdrängung der Realität, Flucht vor Gefangenschaft und schließlich auch Flucht vor Krieg und Verfolgung sowie die Flucht in den Tod.

Das Atelier der Gruppe verwandelte sich in eine Spielbühne für die unterschiedlichen multimedialen Auseinandersetzungen mit dem Thema: Zeichnungen, Collagen, Malereien, Foto- und Filmsequenzen, Rauminstallationen, mobile Skulpturen nahmen immer mehr Gestalt an.

Im gegenseitigen Austausch ergaben sich immer neue Fragen.

Fragen, deren Antworten nach bildnerischen Formen verlangten: neue ästhetische Herausforderungen, gemeinsame Dialoge auf einem Blatt Papier oder Filminszenierungen als Träger persönlicher Botschaften.

Diesmal war nicht nur die geschützte Atmosphäre im Atelier in Schermbeck der Ort des Geschehens, sondern auch die Städte Leipzig, Wesel und Duisburg wurden zu Schauplätzen der Aktivitäten der Gruppe.

Eine besondere Rolle spielte das alte, großzügige Gebäude der Trapp-Hallen in Wesel. Hier bot die Gruppe Nebelhorn offene Ateliers an und lud die Öffentlichkeit zum Mitwirken ein.

In diesem ungewöhnlichen Raum entwickelte Nebelhorn gemeinsam mit Musikern der Gruppe TonAkut Inszenierungen in denen bildende Kunst, schauspielerische Darstellung und Musik Freiraum gaben für außergewöhnliche Performances.

Fast neun Monate ist es her, dass das Thema Flucht sich in das Atelier der Gruppe Nebelhorn „hineinschlich“, fast unbemerkt und in behutsamer Form, so wie es einem manchmal im Traum ergeht. Irrationale Zusammenhänge aus dem Unbewussten, mahnend und erläuternd, machen uns wach, beunruhigen und verlangen nach Ausdruck.

Die Bilder, die in diesen traumähnlichen Zuständen geschaffen wurden, präsentiert die Gruppe Nebelhorn nun mit dieser Ausstellung der Öffentlichkeit.

Sie verstehen sich als aufklärerische Spiegelbilder, welche uns unsere oft verdrängten Fluchtversuche bewusst machen möchten.

 

Schermbeck, Oktober 2017

 

 

Fotogalerie

TRAPP-Hallen Wesel

Fotos: Raúl Avellaneda, Angelika Kettner, Angelika Tenbergen

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Flucht Trapp 10

 

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Flucht Trapp 15

 

 

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Städtisches Museum Wesel

Fotos: Raúl Avellaneda

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Das Projekt wurde gefördert mit Landesmitteln des Kulturraums Niederrhein und außerdem von der Gold-Kraemer Stiftung und dem Verein Nebelhorn.

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Erinnerungen / Wasserturm in Wesel

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Erinnerungen  1995-2017

Eine Ausstellung der Gruppe Nebelhorn
12.03.-02.04.2017

Zeichnungen, Skulpturen, Collagen, Dokumentationen und Rauminstallationen

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 12.03.2017, um 11.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Es sprechen:  Frau Nuyken, stellv. Bürgermeisterin der Stadt Wesel

                       Raúl Avellaneda, künstlerischer Leiter der Gruppe Nebelhorn

                                                                                                               Wasserturm, Brandstraße 44, 46483 Wesel

Öffnungszeiten:

mittwochs bis sonntags von 11.00 bis 19.00 Uhr

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Fotogalerie

Fotos: Ramon Klesch

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Christa Mölleken/Ausstellung im Wasserturm

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„Über Träume und Fantasien“

Christa Mölleken zeigt einen Querschnitt aus 15 Jahren Zusammenarbeit mit der Gruppe Nebelhorn

Vernissage am Sonntag, den 11.09.2016, um 11.00Uhr

Es spricht Raúl Avellaneda, künstlerischer Leiter der Gruppe Nebelhorn

Wasserturm, Brandstraße 44, 46483 Wesel

Öffnungszeiten:

Samstag, 17.09.2016 zur Weseler Kulturnacht ab 18.00Uhr

Sonntag, 25.09.2016, Sonntag 02.10.2016, Montag 03.10.2016 jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

 

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Fotogalerie

Fotos: Raúl Avellaneda

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